Konzept

Konzept

Die erste Gemeinschaft, welche auch als Modellprojekt für weitere Gemeinschaften dienen soll, befindet sich derzeit in Vorbereitung.

Wenn Du Interesse hast, dabei mitzuwirken, melde Dich einfach.

Absichtserklärung

Um ein möglichst freies, nachhaltiges, sich dynamisch entwickelndes, gemeinschaftliches Gefüge bilden zu können, wurde der “Verein zur Entwicklung, Erforschung und Förderung alternativer Lebensweisen sowie neuer Wohn- und Arbeitsmodelle im Sinne einer nachhaltigen, vielfältigen und lebensfreundlichen Zukunft“, kurz „Freie Welt“ gegründet.

Die erklärte Absicht ist es, uns selbst und alles was wir tun den Prinzipien der Erhaltung, des Schutzes, der Rettung, Heilung und der harmonischen Entwicklung allen Lebens unterzuordnen und im Rahmen dieser Prinzipien zu wirken.

Wo wir hin wollen

Wir schaffen einen Ort für freies Denken, freies Leben, Selbstverwirklichung und -entfaltung, Familie, kreatives Erforschen alternativer Wege und nachhaltiger Lösungen. Wir streben soweit wie möglich Autarkie in allen Bereichen des Lebens an, Ernährung, Stromversorgung, Wasseraufbereitung, Bildung, Gesundheit, Handwerk und Manufaktur. Um der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und des Umfelds gerecht zu werden, stellen wir gewonnene Erkenntnisse und Erzeugnisse der Öffentlichkeit auf vielfältige Weise zur Verfügung. Die Gemeinschaft befindet sich derzeit im Aufbau. Folgende Ideale werden dort umgesetzt, gelebt und entsprechend den Bedürfnissen der einzelnen Teilnehmer in einem sich ständig entwickelnden Prozess angepasst.

Vielfalt

Wir haben kein geistiges oder politisches Dogma und keine religiösen Glaubensvorgaben irgendwelcher Art. Wir erkennen die Vielfalt religiöser und spiritueller Weltanschauungen an und geben ihr Raum. Wir erkennen an, dass es eine geistige Wirklichkeit gibt, die größer ist als unsere ganz persönliche Wirklichkeit und wollen aus der Vielfalt eine Einheit entstehen lassen, die sich durch ihre Wechselwirkung nährt und bereichert.

Beziehungs- und Kommunikationskultur

Wir entscheiden uns, wirklich in Beziehung miteinander zu gehen. Wir kommunizieren offen und aus dem Herzen heraus. Wichtig sind uns achtsamer Umgang, Wahrhaftigkeit, Gewaltlosigkeit und Verbindlichkeit. Jeder bekommt die Zeit und Unterstützung, die es braucht, um in dieses Bewusstsein hinein zu wachsen.

Damit der Prozess sein ganzes Potenzial entfalten kann, braucht es von jedem teilnehmenden Individuum eine einzigartige Mischung aus wachsender Bewusstheit, Verantwortung, Hingabe und Toleranz. Wachsende Bewusstheit über das, was aus den Tiefen unseres Wesens in uns aufsteigen will, Verantwortung, uns mit dem, was in uns ist, zu zeigen und einzubringen. Die Fähigkeit der Hingabe und Toleranz braucht es zum authentischen Sein, zur Annahme all dessen was an Erkenntnissen, Gefühlen und Widerständen in uns und den anderen auftaucht.

Uns ist bewusst, dass Worte und die Art ihres Ausdruckes Formen schaffen, deshalb gehen wir achtsam damit um. Wir hören lieber zu, als auszuschließen und versuchen Inhalt auch stehen zu lassen, ohne ihn zu verändern.

Strukturen

Es gibt keine Hierarchien, nur Verantwortlichkeiten. Jeder ist gleichberechtigt und aufgerufen sich nach seinen Vorlieben und Fähigkeiten voll einzubringen. So werden ganz harmonisch alle Bedürfnisse aller Teilnehmer gestillt. Jedes Mitglied der Gemeinschaft hat ein Stimmrecht, unabhängig von Alter (auch Kinder), Geschlecht oder Herkunft. Uns sind die Grenzen unseres individuellen Wissens bewusst, deshalb fördern wir den Austausch dieses Schatzes des Kollektivs ganz bewusst und ermöglichen somit die Entstehung von etwas Größerem.

Arbeitsgruppen

Wir halten es für sinnvoll, je nach Fähig- und Fertigkeiten Arbeitsgruppen zu bilden, welche die Verantwortung für einzelne Bereiche übernehmen, wie zum Beispiel Landwirtschaft, Technik, Hausbau, Medizin und weitere.
Was entstehen wird, soll gemeinschaftlich beschlossen werden, die Umsetzung wird jedoch der jeweiligen Gruppe anvertraut. Das soll Stillstand vermeiden und Potenzialentfaltung ermöglichen.

Jeder ist wichtig

Die Fähigkeiten und Besonderheiten jedes Einzelnen werden anerkannt. Jedem wird Raum und Möglichkeit geboten sich auszudrücken, einzubringen und zu entfalten. Uns ist bewusst, dass keine Fähigkeit wichtiger ist, als eine andere und jeder die Fähigkeit hat auf seinem Gebiet Führungsqualitäten zu entwickeln. Deshalb verbinden wir uns mit unseren Mitmenschen, ohne zu vergleichen und ohne zu bewerten, in einem natürlichen Gefüge – das beweglich und lebendig sein darf. Jeder Ausdruck hat Bedeutung und trägt uns bereits alle mit. In diesem Bewusstsein wird sich Mangeldenken und Bedürftigkeit in Fülle verwandeln.

Nachhaltigkeit

Wir streben nach einer nachhaltigen Lebensweise, basierend auf der Ansicht, dass alle Menschen heute und in zukünftigen Generationen den gleichen Anspruch auf Lebensqualität und Ressourcennutzung haben. Wir erachten jedes Lebewesen als schützenswert und zielen deshalb auf eine ganzheitliche Symbiose von Mensch und Natur ab. Wir suchen zukunftsweisende Wege zu nachhaltigen Formen der Fülle.

Alle Materialien, die in irgendeiner Form, innerhalb dieses Projektes, genutzt werden, werden hinsichtlich dieser Ansprüche geprüft und ausgewählt, um einen dem Leben zuträglichen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen.

Verantwortung

Das Gleichgewicht von Geben und Nehmen wird angestrebt. Jeder trägt Verantwortung für sich und die Gemeinschaft. Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft zur Selbstreflexion. In Achtung und Respekt vor der Schöpfung leben wir als Teil der Natur. Uns ist die Verantwortung gegenüber allen Lebenswesen bewusst und deshalb verpflichten wir uns, keinem Wesen Schaden zuzufügen.

Unser Wirken verbindet Altes mit Neuem, findet neue Wege, wo es bisher keine gab und zeigt, dass es möglich ist in Frieden und Harmonie miteinander zu leben.

Raumkonzept

Jedem Teilnehmer wird die Möglichkeit gegeben, eigenen Wohnraum zu schaffen, welcher den Möglichkeiten entsprechend an die individuellen Bedürfnissen angepasst wird. Damit wird eine Rückzugsmöglichkeit für jeden sicher gestellt und individueller Ausdruck gefördert.

Es werden Gemeinschaftsräume für den gegenseitigen Austausch geschaffen, in denen auch Treffen, Seminare u.ä. abgehalten werden können. Er ist angedacht, möglichst vielen Menschen die Gelegenheit zu geben, Einblick zu nehmen und diese Form des Miteinanders erleben und mitgestalten zu können.

Der Lebensraum muss groß genug sein, um alle Gemeinschaftsmitglieder ernähren zu können. Ebenfalls wird angestrebt eine große Waldfläche in das Projekt zu integrieren. Dies ist wichtig zur Nutzung dieser Ressource, aber auch um ein natürliches, vielfältiges Umfeld entstehen zu lassen, in dem wir uns als Teil der Natur erkennen können. Es wird desweiteren Möglichkeiten geben um Praxisräume, Werkstätten etc. einzurichten. Wir legen besonderen Wert auf die Ansiedlung von Handwerk, um so viel wie möglich selbst erzeugen zu können. Um das Gelände möglichst strahlungsarm zu halten, wird es einen “Medienraum” geben. Dort werden alle Möglichkeiten der Mediennutzung zur Verfügung gestellt. Auf dem Gelände sind Funktelefone und ähnliches nicht erwünscht.

Ökonomische Transformation

Um all diesen Ansprüchen Genüge zu tragen, halten wir es für notwendig, das Projekt und die Finanzierung zu entkoppeln. Durch Spenden, Sponsoren und andere Finanzierungsquellen wird gewährleistet, dass das Leben in der Gemeinschaft unabhängig vom gängigen Geldsystem stattfinden kann. So soll sicher gestellt werden, dass jeder am Projekt teilnehmen kann, unabhängig davon, wieviel Geld er mit in die Gemeinschaft bringt. Außerdem ist uns bewusst, dass es Qualitäten gibt, die in der gegenwärtigen Gesellschaft nicht anerkannt werden und deshalb nicht finanziell honoriert werden. Aber genau diese zwischenmenschlichen Fähigkeiten sollen hier mehr zum Tragen kommen und gefördert werden.

Es ist unsere Absicht, jedem Teilnehmer ein Grundeinkommen bereitzustellen. In welcher Art und Höhe dies verwirklicht wird, wird gemeinschaftlich geklärt werden. Dies halten wir für notwendig, um auch Möglichkeiten außerhalb der Gemeinschaft weiterhin erschließen zu können und den individuellen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Geld wird nur noch als Mittel angesehen, um lebendige und lebensfördernde Prozesse anzuregen und nicht weiter Wertungs- und Bewertungssysteme zu stärken.

Innerhalb der Gemeinschaft wird Tauschhandel gelebt. Zahlungsmittel werden nicht nötig sein. Alle Ressourcen werden der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt. Grund und Boden und alle dort enthaltenen Möglichkeiten sollen somit wieder in den Besitz der Menschen übergehen, die diesen bewohnen.


Wenn Du daran mitwirken willst, diese Vision Realität werden zu lassen, fühle Dich herzlich eingeladen, unserem Verein beizutreten!